Scheinunternehmen erkennen: So schützen Sie Ihr Unternehmen vor Risiken
In der täglichen Geschäftspraxis ist es für Unternehmerinnen und Unternehmer oft schwierig, die Seriosität neuer Geschäftspartner*innen zu beurteilen. Vorsicht ist geboten: Die Zusammenarbeit mit sogenannten Scheinunternehmen kann schwerwiegende steuerliche und rechtliche Folgen haben – von der Aberkennung des Vorsteuerabzugs bis hin zur Haftung für Abgaben.
Was sind Scheinunternehmen?
Scheinunternehmen sind Firmen, die nur zum Schein existieren – etwa um Umsatzsteuer zu hinterziehen oder Schwarzgeld zu verschleiern. Sie verfügen oft über keine echte Geschäftstätigkeit, keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder keine nachvollziehbare Infrastruktur.
Besonders kritisch sind Scheinunternehmen in bestimmten Branchen zu betrachten:
- Bau- und Handwerksbetriebe (wegen HFU-Listen und Subunternehmerketten)
- Reinigungsdienste
- Transport und Logistik
- IT-Dienstleistungen (Scheinfirmen für Projektarbeit)
Warum ist das Thema für KMU besonders relevant?
Gerade kleine und mittlere Unternehmen sind gefährdet, auf Scheinunternehmen hereinzufallen – sei es durch günstige Angebote, Zeitdruck oder mangelnde Prüfung. Die Finanzverwaltung in Österreich prüft zunehmend, ob Unternehmerinnen und Unternehmer ihre Geschäftspartner*innen ausreichend kontrollieren. Wer hier fahrlässig handelt, riskiert:
- Verlust des Vorsteuerabzugs (§ 11 UStG)
- Sozialversicherungs-Haftung bei Bau- und Reinigungsleistungen
- Mitverschulden bei Abgabenhinterziehung
- Reputationsschäden
- Liquidität: Zahlungen an Scheinunternehmen sind oft verloren, da diese nach kurzer Zeit verschwinden oder insolvent werden.
Checkliste: So erkennen Sie Scheinunternehmen
Mit unserer Checkliste erkennen Sie potenzielle Risiken frühzeitig.
Hier einige zentrale Punkte:
- Außenauftritt prüfen: Existierten Impressum und eine gültige UID-Nummer?
- Gibt es ein nachvollziehbares Geschäftsmodell?
- Sind die Ansprechpersonen erreichbar und kompetent?
- Stimmen die Angaben im Firmenbuch mit der Realität überein?
- Gibt es eine physische Betriebsstätte oder nur eine Briefkastenadresse?
Unser Tipp für Unternehmerinnen und Unternehmer
Führen Sie bei neuen Geschäftspartner*innen eine kurze Plausibilitätsprüfung durch. Dokumentieren Sie Ihre Schritte – das kann im Fall einer Prüfung durch das Finanzamt entscheidend sein. Und: Holen Sie sich bei Unsicherheiten rechtzeitig steuerliche Beratung!
Kritische Grundhaltung und Unterstützung
Scheinunternehmen sind kein Randphänomen. Mit einfachen Maßnahmen können Sie Ihr Unternehmen schützen und steuerliche Nachteile vermeiden.
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