Stromkostenausgleich 2025: Entlastung für Unternehmen durch das SAG


Mit dem Stromkosten-Ausgleichsgesetz (SAG 2025) setzt Österreich gezielt Maßnahmen zur Standortsicherung energieintensiver Unternehmen. Die Förderung wird im Rahmen der Initiative „Standortabsicherung für Industrie“ über die Austria Wirtschaftsservice (aws) abgewickelt.

Ziel ist es, Unternehmen von den indirekten CO₂-Kosten zu entlasten, die durch den EU-Emissionshandel entstehen und sich im Strompreis widerspiegeln.

Besonders für exportorientierte Betriebe bleibt der Strompreis ein entscheidender Wettbewerbsfaktor.

Wer profitiert vom Stromkostenausgleich?


Die Förderung richtet sich ausschließlich an Unternehmen:

  1. in beihilfefähigen Branchen (laut EU-NACE-Liste)
  2. mit hoher Stromintensität
  3. und starker internationaler Wettbewerbsfähigkeit
  • Typische Branchen sind:
    1. Metall- und Stahlproduktion
    2. Chemische Industrie
    3. Papier- und Zellstoffindustrie
  • Wichtig: Nicht jedes energieintensive Unternehmen ist automatisch förderfähig. Entscheidend ist die exakte Branchenzuordnung.

    Wie funktioniert die Förderung konkret?


    Die Strompreiskompensation erfolgt nach einem standardisierten EU-Modell und basiert auf:

    1. tatsächlichem Stromverbrauch
    2. branchenspezifischen Effizienzbenchmarks
    3. demCO₂-Zertifikatspreis
    4. festgelegten Emissionsfaktoren
  • Wesentliche Rahmenbedingungen:
    1. Teilkompensation (kein vollständiger Kostenersatz)
    2. verpflichtender Selbstbehalt
    3. Obergrenzen je Unternehmen
    4. Förderung nur für definierte Strommengen
    5. Einschränkung auf besonders betroffene Sektoren
    6. Reinvestitionspflicht von 80% der Fördersumme in Klimaschutz- und Energieeffizienzmaßnahmen
  • Anforderungen an Unternehmen


  • Für die Antragstellung über die aws (Austria Wirtschaftsservice) sind u. a. erforderlich:
    1. Nachweis der Branchenzugehörigkeit
    2. detaillierte Stromverbrauchsdaten
      • Nachgewiesener Mindestverbrauch von 1 GWh
    3. Dokumentation von Energieeffizienzmaßnahmen
    4. ggf. Energieaudits
  • Ein vollständiger ESG-Transformationsplan ich zwar nicht zwingend erforderlich, jedoch gewinnt die Integration von Energieeffizienz und Dekarbonisierung zunehmend an Bedeutung.

    Was bedeutet das für Unternehmen in Österreich?


    Der Stromkostenausgleich im Rahmen des Standortabsicherungsgesetzes (SAG 2025) ist für Unternehmen in ganz Österreich von hoher strategischer Relevanz – insbesondere in energieintensiven Branchen mit internationalem Wettbewerbsdruck.

    Unabhängig vom Standort zeigt sich:

    1. steigende Energiepreise wirken sich direkt auf Margen und Wettbewerbsfähigkeit aus
    2. regulatorische Anforderungen (EU ETS - European Union Emissions Trading System, Beihilferecht, ESG - Environmental, Social, Governance) nehmen kontinuierlich zu
    3. Förderungen werden zunehmend zu einem entscheidenden Bestandteil der Unternehmensplanung
    4. Gerade bei Systemumstellungen oder neuen digitalen Lösungen empfiehlt sich eine steuerliche Begleitung

    Der Stromkostenausgleich sollte daher nicht isoliert betrachtet werden, sondern als Teil einer ganzheitlichen Energie-, Steuer- und Nachhaltigkeitsstrategie.

    Herausforderungen in der Praxis


    1. Unsicherheit bei der korrekten Branchenklassifizierung (NACE-Codes)
    2. Unzureichend strukturierte oder nicht prüfungssichere Energie- und Verbrauchsdaten
    3. Steigende Anforderungen im Bereich Nachhaltigkeit und Transparenz
    4. Fehlende Verzahnung von Förderungen, Steuerstrategie und ESG-Zielen

     Wie wir diese Herausforderungen überwinden

  • Um den Stromkostenausgleich optimal zu nutzen, sollten Unternehmen:
    1. die Förderfähigkeit frühzeitig und fundiert prüfen
    2. interne Datenstrukturen für Energie- und Produktionskennzahlen verbessern
    3. Förderungen aktiv in die steuerliche Planung integrieren
    4. Energieeffizienzmaßnahmen gezielt umsetzen und dokumentieren
    5. regulatorische Entwicklungen auf EU- und nationaler Ebene laufend beobachten
  • ESG & Sustainability: Mehrwert über die Förderung hinaus


    Der Stromkostenausgleich ist eng mit energiebezogenen Anforderungen verknüpft – und damit ein wichtiger Einstiegspunkt in das Thema ESG (Environmental, Social, Governance).

  • Auch wenn das SAG selbst kein klassisches ESG-Förderinstrument ist, ergeben sich klare Überschneidungen:
    1. steigende Anforderungen an Energieeffizienz und Transparenz
    2. zunehmende Bedeutung von Dekarbonisierung und nachhaltiger Unternehmensführung
    3. Schnittstellen zu CSRD-Berichtspflichten und EU-Taxonomie
  • Hier unterstützen wir Sie gezielt:
    1. Entwicklung und Einordnung Ihrer ESG- und Nachhaltigkeitsstrategie
    2. Verknüpfung von Förderungen mit Nachhaltigkeitsmaßnahmen
    3. Unterstützung bei Reporting, Dokumentation und Nachweisen
    4. Integration in Ihre steuerliche und betriebswirtschaftliche Planung
  • Unser Ziel: Förderungen optimal nutzen und gleichzeitig Ihre Zukunftsfähigkeit stärken. Zu den Sustainability Services!

    Stromkosten senken & Förderpotenziale gezielt nutzen


    Der Stromkostenausgleich bietet österreichischen Unternehmen konkrete finanzielle Entlastung – erfordert jedoch fundierte Vorbereitung und strategische Umsetzung.

  • Unsere Leistungen für Sie:
    1. Prüfung Ihrer Förderfähigkeit (SAG 2025)
    2. Begleitung der Antragstellung über die aws
    3. Optimierung Ihrer Daten- und Nachweisstruktur
    4. Beratung zu ESG, Energieeffizienz und nachhaltiger Transformation
    5. ganzheitliche steuerliche Einordnung
  • Kostenloses Erstgespräch anfragen!

    Wir unterstützen Sie!

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