Vorsteuererstattung 2025: Fristen jetzt im Blick behalten


Unternehmen, die im Ausland Umsatzsteuer bezahlt haben, können sich diese unter bestimmten Voraussetzungen über das Vorsteuererstattungsverfahren zurückholen. In der Praxis scheitern Erstattungen jedoch häufig an versäumten Fristen, formalen Fehlern oder unvollständigen Unterlagen. Eine rechtzeitige Vorbereitung ist daher entscheidend.

Zunächst prüfen: Ist das Vorsteuererstattungsverfahren überhaupt der richtige Weg?


Bevor ein Antrag gestellt wird, sollte geklärt werden, ob die ausländische Umsatzsteuer tatsächlich über das Vorsteuererstattungsverfahren zurückgefordert werden kann. In manchen Fällen ist stattdessen eine umsatzsteuerliche Registrierung im jeweiligen Land erforderlich. Ebenso empfiehlt sich eine Prüfung der zugrunde liegenden Rechnungen. Wurde die Umsatzsteuer beispielsweise zu Unrecht verrechnet, etwa weil das Reverse-Charge-Verfahren anzuwenden gewesen wäre, kann eine Erstattung durch die ausländische Finanzverwaltung ausgeschlossen sein. 

Wichtige Frist für die Vorsteuererstattung: 30. September 2026

Für Vorsteuerbeträge aus EU-Mitgliedstaaten des Kalenderjahres 2025 endet die Antragsfrist am 30. September 2026.

Die Antragstellung erfolgt elektronisch über FinanzOnline. Dabei handelt es sich um eine nicht verlängerbare Ausschlussfrist. Nach Ablauf dieser Frist eingereichte Anträge sind grundsätzlich nicht mehr zulässig. Unternehmen riskieren dadurch den vollständigen Verlust ihrer Erstattungsansprüche für den betreffenden Zeitraum. 

Hinweis zu Drittstaaten: Für Vorsteuererstattungen aus Nicht-EU-Ländern gelten häufig abweichende Antragsverfahren und Fristen. Da diese je nach Staat unterschiedlich geregelt sind, empfiehlt sich eine rechtzeitige Prüfung der jeweiligen landesspezifischen Anforderungen und Fristvorgaben.

Welche Unterlagen werden benötigt?


Für eine erfolgreiche Antragstellung sollten die erforderlichen Unterlagen vollständig und korrekt vorliegen:

  1. Rechnungen und Belege über die im Ausland bezahlte Umsatzsteuer
  2. Angaben zu den bezogenen Leistungen bzw. Einkäufen
  3. Je nach Land zusätzliche Nachweise oder Belegkopien, die von der Finanzverwaltung angefordert werden können

Eine sorgfältige Dokumentation und die gewissenhafte Prüfung der Unterlagen im Vorfeld helfen, Rückfragen der Behörden und Verzögerungen im Verfahren zu vermeiden. 

Typische Fehlerquellen vermeiden


Neben der Einhaltung der Frist sind zahlreiche formale Anforderungen zu beachten: Unvollständige Angaben, fehlende Belege oder Fehler bei der Behandlung von Anzahlungs- und Schlussrechnungen können zu Verzögerungen führen oder die Erstattung gefährden. Auch nationale Besonderheiten des jeweiligen Erstattungsstaates spielen eine wichtige Rolle. 

COUNT IT TAX unterstützt Sie


Die erfolgreiche Durchsetzung von Vorsteuererstattungsansprüchen erfordert neben der fristgerechten Antragstellung auch die richtige verfahrensrechtliche Vorgehensweise und eine sorgfältige Belegdokumentation.

Die Steuerexpertinnen und Steuerexperten der COUNT IT TAX unterstützen Sie gerne bei der Prüfung Ihrer Erstattungsansprüche, der Zusammenstellung der erforderlichen Unterlagen sowie bei der fristgerechten Einreichung Ihrer Anträge.

Unser Tipp:

Prüfen Sie mögliche Erstattungsansprüche frühzeitig und beginnen Sie rechtzeitig mit der Unterlagensammlung! So bleibt ausreichend Zeit für die fachliche Prüfung und die korrekte Antragstellung vor Ablauf der Ausschlussfrist.

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